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Entscheidungshilfe

Welche Windeln für mein Baby?

Die große Auswahl an verschiedenen Wickelsystemen überfordert die meisten Mütter und läßt einen ratlos resignieren. Hier habe ich versucht, Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, um garantiert das richtige Wickelsystem für Ihr Baby zu finden. Treffen Sie nach jedem Absatz eine Entscheidung: Material? Ein-oder Mehrgrößen? Ein-Höschen oder 2-Höschen Windeln? Anschließend folgen Sie im Kapitel "Komplettpakete" den Fragen und kommen so automatisch auf Ihr Wunschpaket.

Ein- oder 2-Höschen-Windeln?

Ein-Höschen-Windeln: 

Nässeschutz ist integriert. Man braucht keine extra Überhose. Sehr einfaches Wickeln - wie mit Wegwerfwindeln, aber nur ein Höschen, daher nur ein Mal Auslaufschutz. Deshalb sind diese Windeln nicht so auslaufsicher, wie ein 2-Höschen-System. Eine perfekte Anpassung in die Tallie des Babys ist ausschlaggebend. Zum Anpassen legt man das Höschen an und beobachtet dann beim Laufen oder Strampeln, ob das Höschen überall bündig abschließt, ohne einzuengen. Kann man in der Bewegung zwischen Höschen und Beinchen in die Windel hineinsehen, dann läuft sie natürlich auch aus. AIOs und Pocketwindeln sitzen mit dem Rückenabschluss immer in der Tallie des Kindes, also recht tief im Vergleich zu Wegwerfwindeln. Dadurch dichten Sie am Rücken besser ab und rutschen nicht nach unten.

Man unterscheidet AIO, also All-in-Ones, bei denen der Saugkern angenäht ist und Taschenwindeln. Bei Pocketwindeln/ Taschenwindeln kann man die Saugeinlage(n) herausnehmen. Die Tasche wird aus Innenfutter des Höschens und der Nässeschutzmembrane gebildet. Das Einschieben der Saugeinlagen erfordert etwas Geschicklichkeit und Übung und ist natürlich ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Dadurch ist die Windel aber flexibler - man legt nur so viele Saugeinlagen ein, wie man für das Baby gerade braucht.

Ich empfehle zu einem AIO oder Taschenwindel-Paket immer 3-4 Nachtwindeln im 2-Höschen-System dazuzubestellen, da Ein-Höschen-Windeln nicht für Wickelintervalle von bis zu 12 Stunden ausgelegt sind. Beachten Sie dabei, daß die Saugleistung der Windel wie bei Wegwerfwindeln gemessen wird, also durch Eintauchen der Windel in Wasser und anschließendem Ablesen der Differenzmenge. Natürlich wandeln Stoffwindeln die Feuchtigkeit nicht chemisch in Gel um, wodurch diese Feuchtigkeit auch wieder auslaufen kann. Deshalb saugen Stoffwindeln zwar genausoviel wie Wegwerfwindeln, sind jedoch nur bis zu einem geringeren Volumen auslaufsicher.
Ergänzen Sie deshalb auch Saugeinlagen, wenn die Milliliterangabe noch nicht erreicht ist, bzw. wickeln Sie ihr Baby öfter, als mit Wegwerfwindeln.

Ein-Höschen-Windeln sind keine Empfehlung für Babys, die so stark nässen, daß sie keine Wegwerfwindeln verwenden können bzw. die Wegwerfwindeln nach 2 Stunden bereits tropfnass sind.

Zwei-Höschen-Windeln:

Man wickelt mit einem Saugwindelhöschen und einer wasserdichten Überhose. Sehr empfehlenswert für Neugeborene, da man die Windel auf der zarten Haut nicht so fest schließen muß. Sehr zuverlässiges System mit viel Variationsmöglichkeiten (Woll-, Fleece- oder Kunststoff = PUL-Überhosen). Besonders empfehlenswert bei Kindern mit empfindlicher Haut in Kombination mit Woll- oder Fleeceüberhosen. Bei sehr starken Nässern, für Mütter, die möglichst entspannt wickeln möchten und während der Nacht oder für sehr lange Wickelintervalle (Reisen, Spaziergänge) sehr empfehlenswert!

Entscheiden Sie jetzt:

  • Ein-Höschen-Windeln: kürzere Wickelintervalle, genaueres Anpassen erforderlich. Praktische, schnell trocknende Tagwindeln.
  • 2-Höschen-Windeln: sehr auslaufsicher, sehr lange Wickelintervalle möglich, empfehlenswert für Kinder mit sehr empfindlicher Haut (in Verbindung mit Woll-/ Fleeceüberhosen) oder für sehr starke Nässer.

 

Hauttypen: Wie empfindlich ist die Haut meines Babys?

Es gibt ganz unterschiedliche Motive, um sich für Stoffwindeln zu entscheiden. Oft muß die Entscheidung getroffen werden, weil das Baby Wegwerfwindeln nicht verträgt. Hat man ein derart hautempfindliches Kind, kommen nur 2-Höschen-Windeln mit Woll- oder Fleeceüberhosen in Frage. Besonders geeignet sind Windeln aus Bambusfaser, da diese Faser sehr weich ist. Bei weichem Wasser sind auch Baumwollwindeln möglich. Bei sehr hautempfindlichen Kindern ist auch die Wahl der Überhose entscheidend. V.a. Fleece und Wolle kommen in Frage. Anfangs eventuell auch eine ImseVimse Baumwollüberhose. Wichtig bei hautempfindlichen Kindern ist die Wahl des Waschmittels: bitte wählen Sie kein Waschmittel mit Enzymen oder optischen Aufhellern, auch wenn auf der Packung "sensitiv" steht. Ein scharfes Waschmittel kann die hautschonende Wirkung von Stoffwindeln völlig zunichte machen. Überfüllen Sie die Waschmaschine nicht - Windeln brauchen Platz zum Spülen - maximal 50-60% der Trommel befüllen, sonst bleiben nicht nur Waschmittelreste in der Windel, sondern auch jede Menge Babyurin.

Entscheiden Sie jetzt:

Alle Fasern: keine Einschränkungen durch Hautprobleme.
Naturfasern - Bambus und Baumwolle:
besonders hautfreudlich und kühl - wichtig bei Windeldermatitis und anderen Hautproblemen.

Diese Entscheidung ist jedoch nicht so ausschlaggebend, da man jede Windel individuell nachrüsten kann - Man kann eine weiche Bambusfrotteeeinlage auf eine Polyester-Trockenfleeceoberfläche oder eine glatte Bambus- oder Baumwolloberfläche legen, um dem Kind eine weiche, luftige Naturfaser zu bieten. Genauso kann man Trockenfleeceeinlagen auf Naturfaseroberflächen legen, um dem Kind eine trockene Oberfläche zu bieten. Die Bedürfnisse eines Babys können sich da je nach Entwicklungsstufe auch verändern, sodaß man einfach ausprobieren muss, was dem Baby gerade guttut.

Wie bestimmt die Wasserhärte die Wahl meiner Windeln?

Die Wasserhärte entscheidet vor allem bei der Wahl von Höschenwindeln mit, weil man sie nicht bügeln kann. Bei hartem Wasser verhärten die Windeln durch Einlagerung von Kalk und Waschpulver. V.a. fix vernähte Baumwoll-Höschenwindeln sind betroffen, Bambus ist und bleibt etwas weicher, völlig unbeeinflusst von hartem Wasser bleiben nur Windeln aus Mikrofaser (Polyester). Bei hartem Wasser empfehle ich also Bambuswindeln oder Mikrofaserwindeln, da Baumwollwindeln hier mehr Pflegeaufwand bedeuten. Man kann Baumwollwindeln regelmässig entkalken oder routinemäßig einen Wasserenthärter benutzen. Auch Ausschütteln und in Form ziehen nach dem Waschen, sowie Weichkneten nach dem Trocknen hilft. Bei weichem Wasser oder beim Benutzen eines Wäschetrockners sind auch auf die robusten Baumwollwindeln ideal.

Entscheiden Sie jetzt:
  • Robuste, feste Baumwolle: saugt weniger, daher dickere, festere und größere Windelpakete, verhärtet eher bei hartem Wasser, daher pflegeintensiver (in Form ziehen, weich kneten). Robust und langlebig. Waschbar bis 60°C. Auskochen nur bei Windeln ohne elastische Abschlüsse.
  • Moderne Fasern (Mikrofaser, Viscose): weich bleibend, sehr saugsark, daher schlankere, komfortablere Windelpakete. Vorsicht bei der Wahl des Waschmittels (siehe Waschanleitung). Waschbar bei 40-60°C.

Wieviel Pflege brauchen die verschiedenen Windeln?

Am wenigsten Pflege brauchen Mikrofaserwindeln, die auch sehr schnell trocknen. Ein ganz niedrig dosiertes, modernes Pulverwaschmittel reicht aus, auf der Leine trocknen, fertig. Keine seifenhältigen, öl- oder fetthaltigen Waschmittel verwenden - sonst saugen diese Windeln gar nicht mehr. Keine Wundschutz- oder Fettcreme ohne Papiervlies. Eventuell den Ulrich Fleckenspray dazubestellen, da Polyester empfindlich auf Fette - auch die im Babystuhl - reagiert. Dieser Fleckenspray löst diese Fette und verhindert ein Festsetzen in Trockenfleece oder Mikrofaser.

Baumwollwindeln sind sehr robust, werden bevorzugt mit Naturwaschmittel (z.B. Sonett, Ulrich, Blauer Planet, etc. ) im Baukastensystem gewaschen, das dem Verhärten etwas vorbeugt - einmal wöchtenlich ohne Waschmittel waschen und niedrig dosieren, damit die Windeln keine Rückstände aufbauen. Hilfreich gegen das Verhärten ist auch der Ulrich Milchsäure-Entkalker. Verwendet man einen Wäschetrockner, macht der die Windeln weich und den Frottee flauschig. Aber: jeder Wäschetrockner kippt die Ökobilanz Ihrer Stoffwindeln. Man kann die Windeln aber auch feucht in Form ziehen und weich kneten.

Bambuswindeln sind seidenweich und schmiegen sich sanft ans Baby. Hat man sie erst einmal in der Hand, möchte man sie gar nicht mehr loslassen. Super saugstark, weich und anschmiegsam. Bei Bambus-Viscose bitte unbedingt auf die Wahl des richtigen Waschmittels achten. Cellulase (Enzym in Colorwaschmitteln) schädigt diese Faser und beschädigt auf diese Weise den Stoff. Bambuswindeln trocknen langsam, insbesondere, wenn mehrere Lagen Bambusviscose miteinander vernäht sind. Bambuswindeln muß man 10x vorwaschen, bis sie ihre endgültige Saugfähigkeit erreichen.

Entscheiden Sie jetzt:

  • Mikrofaser/ Mischfasern: sehr saugstark, pflegeleicht, weich und schlank sitzend. Trocknet schnell.
  • Baumwolle: robust, langlebig, neigen bei hartem Wasser zum Verhärten, weniger saugfähig, als Bambus oder Mikrofaser. Trocknet langsamer als Mikrofaser.
  • Bambus: natürlich, kühl, sehr saugstark, weich und anschmiegsam. Trocknet sehr langsam.

Wie gut passen die verschiedenen Windeltypen ?

Grundsätzlich unterscheidet man Windeln in UNIGRÖSSE/ OneSize und Mehr-Größen-Windeln.

Bei Ein-Größen-Windeln/ Unigröße/ OneSize ist die Passform am Anfang und Ende der Wickelperiode ein Kompromiss. Da die Windel auch einem Kind von 3 Jahren passen soll, ist dementsprechend viel Stoff auch am Neugeborenen unterzubringen. Der Windelpack ist sehr groß, sodaß viele Mütter bei Anblick ihres Neugeborenen in so einer Windel verzweifeln und das Stoffwickeln aufgeben. Stärker betroffen sind reine Naturfaserwindeln, Taschen- bzw.

Ein-Höschen-Windeln sind deutlich schlanker, da sie meist die Möglichkeit bieten anfangs Saugeinlagen wegzulassen. Hier kann anfangs aber der Oberschenkeldurchmesser limitierend sein. Zu dünne Oberschenkel dichten bei OneSize Ein-Höschen-Windeln noch nicht ab.
 

Ich empfehle bei Zwei-Höschenwindeln in reinen Naturfasern Mehrgrößenwindeln oder die Anschaffung einiger Neugeborenenwindeln, um den Einstieg ins Stoffwindel-Wickeln möglich zu machen. Möchte man erst mit 5-7kg auf Stoffwindeln umsteigen, sind die Ein-Größen-Systeme aber sehr empfehlenswert. Mehrgrößenwindeln haben in jedem Fall eine bessere Passform und rechnen sich auch. Ist man mit Gr. S zufrieden, kann man gefahrlos in Gr. L investieren - schafft man den Einstieg ins Stoffwickeln nicht, hat man auch nicht mehr investiert, als bei Ein-Größen-Windeln. Ein guter Kompromiss ist, 15 Stück Windeln in One-Size zu kaufen - mehr braucht man für ein größeres Baby nicht und den Rest, also 5-7 Windeln, mit Gr. S oder NB zu ergänzen. In Gr. S braucht man auf Grund der häufigeren Wickelintervalle (Stichwort Stillstuhl) mehr Windeln.

Großen Einfluß aus die Größe des Windelpaketes hat auch die Überhose. PUL-Überhosen sind wesentlich dünner als Fleece oder Wollhosen. Deshalb verwendet man Fleece und Wolle nur für sehr hautempfindliche Kinder und für die Nacht. Ein-Größen-Überhosen tragen natürlich stärker auf, als Mehrgrößenüberhosen. Überhosen mit Klettverschluss und doppeltem Beinabschluss tragen mehr auf, als Höschen ohne Verschluss oder ohne doppelten Beinabschluss.

Entscheiden Sie jetzt:

  • Ein-Größen-Windeln: machen am Neugeborenen einen sehr großen Windelpack, obwohl je nach Modell auch hier große Unterschiede bestehen. Ein-Größen AIOs können schlanker sein, als eine kleine Gr. S Zwei-Höschen-Windel aus Naturfaser.
  • Mehr-Größen-Windeln: passgenaue Windeln. Vor allem bei Naturfasern (Bambus + Baumwolle) wichtig, die als Ein-Größen-Modell stark auftragen.

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